Gutartige Prostatavergrößerung (BPH)
Gutartige Prostata-Vergrößerung (BPH)
Die gutartige Vergrößerung der Prostata – medizinisch benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt – ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen des alternden Mannes. Mit zunehmendem Alter vergrößert sich die Prostata bei fast jedem Mann, ohne dass dies zwangsläufig Beschwerden verursacht.
Problematisch wird es, wenn die vergrößerte Prostata auf die Harnröhre drückt und das Wasserlassen erschwert. Viele Männer leben lange mit den Symptomen, bevor sie zum Arzt gehen – oft aus Unsicherheit oder weil sie die Beschwerden für normal halten. Das muss nicht sein.
Wir klären gemeinsam mit Ihnen ab, was hinter Ihren Symptomen steckt, und besprechen alle Behandlungsmöglichkeiten – von konservativen Maßnahmen bis hin zu operativen Verfahren, falls erforderlich.
Symptome:
Woran erkennt man eine BPH?
Symptome:
Woran erkennt man eine BPH?
Die Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung entwickeln sich meist schleichend und betreffen vor allem das Wasserlassen:
Typische Symptome:
- Häufiger Harndrang, besonders nachts
- Verzögerter Beginn beim Wasserlassen
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Nachträufeln
Diese Symptome sind lästig und können die Lebensqualität erheblich einschränken – etwa durch gestörten Schlaf oder die ständige Suche nach einer Toilette. In manchen Fällen können Komplikationen wie Harnverhalt (plötzliche Unfähigkeit, Wasser zu lassen), wiederholte Harnwegsinfekte oder Blasensteine auftreten.
Wichtig: Nicht jede Prostatavergrößerung verursacht Beschwerden, und nicht alle Beschwerden beim Wasserlassen sind auf die Prostata zurückzuführen. Eine gründliche Diagnostik ist daher der erste Schritt.
Diagnostik:
Wie wird eine BPH festgestellt?
Diagnostik:
Wie wird eine BPH festgestellt?
Wir klären die Ursache Ihrer Beschwerden mit folgenden Untersuchungen ab:
Anamnese und Symptom-Fragebogen
Zu Beginn erfassen wir Art und Ausmaß Ihrer Beschwerden – oft anhand standardisierter Fragebögen (z. B. IPSS), die den Schweregrad objektiv einschätzen helfen.
Körperliche Untersuchung
Die Tastuntersuchung der Prostata gibt uns Aufschluss über Größe, Konsistenz und mögliche Auffälligkeiten.
Urinuntersuchung
Ein einfacher Urintest schließt Infektionen oder andere Ursachen aus.
Ultraschalluntersuchung
Mit Ultraschall können wir die Größe der Prostata bestimmen und prüfen, ob nach dem Wasserlassen Restharn in der Blase verbleibt – ein Hinweis auf eine Abflussstörung.
Uroflowmetrie (Harnflussmessung)
Diese Untersuchung misst die Stärke des Harnstrahls und gibt objektive Hinweise auf eine Verengung.
PSA-Wert
Ergänzend bestimmen wir den PSA-Wert im Blut, um Prostatakrebs auszuschließen – auch wenn die Symptome typisch für eine gutartige Vergrößerung sind.
Konservative Therapie:
Abwarten und Medikamente
Konservative Therapie:
Abwarten und Medikamente
Nicht jede Prostatavergrößerung muss behandelt werden. Wenn die Beschwerden gering sind und keine Komplikationen vorliegen, kann zunächst abgewartet und der Verlauf beobachtet werden.
Kontrolliertes Zuwarten (Watchful Waiting)
Bei milden Symptomen, die Sie nicht wesentlich einschränken, reicht es oft aus, den Verlauf regelmäßig zu kontrollieren. Viele Männer kommen gut damit zurecht, indem sie ihr Trinkverhalten anpassen (z. B. abends weniger trinken) oder Koffein und Alkohol reduzieren.
Medikamentöse Therapie
Wenn die Beschwerden stärker werden, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:
- Alpha-Blocker: Entspannen die Muskulatur der Prostata und des Blasenhalses, was den Harnfluss verbessert. Wirkung tritt meist innerhalb weniger Tage ein.
- 5-Alpha-Reduktase-Hemmer: Verkleinern die Prostata über Monate hinweg, indem sie die hormonelle Stimulation reduzieren. Gut geeignet bei größeren Prostaten.
- Kombinationstherapie: Bei ausgeprägten Beschwerden kann eine Kombination beider Medikamente sinnvoll sein.
- Pflanzliche Präparate: Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich umstritten, manche Patienten berichten jedoch von subjektiver Besserung.
Wir besprechen gemeinsam, welche Therapie für Sie infrage kommt, und beobachten den Verlauf engmaschig.
Operative Verfahren:
Wann ist ein Eingriff sinnvoll?
Operative Verfahren:
Wann ist ein Eingriff sinnvoll?
Eine Operation wird dann empfohlen, wenn:
- Medikamente nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden
- Komplikationen auftreten (z. B. wiederholter Harnverhalt, Blasensteine, Nierenprobleme durch Harnstau)
- Die Lebensqualität trotz medikamentöser Therapie stark eingeschränkt ist
Welche Verfahren gibt es?
Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der Größe der Prostata, der individuellen Symptomatik und dem allgemeinen Gesundheitszustand:
- Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) und Greenlight-Laser: Bewährte Standardverfahren bei kleineren Prostaten (unter 40 ml). Überschüssiges Gewebe wird über die Harnröhre abgetragen.
- Laser-Enukleation (HoLEP / ThuLEP): Bei größeren Prostaten bevorzugtes Verfahren. Das Prostatagewebe wird über die Harnröhre vollständig ausgeschält.
- Offene oder roboter-assistierte Operation: Bei sehr großen Prostaten kann ein offener Eingriff erforderlich sein.
Die Entscheidung für ein bestimmtes Verfahren treffen wir gemeinsam mit Ihnen – basierend auf Ihrer individuellen Situation und in enger Abstimmung mit den operierenden Kliniken.
Operative Verfahren sind in der Regel sehr wirksam und führen zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome. Mögliche Nebenwirkungen wie retrograde Ejakulation oder vorübergehende Inkontinenz besprechen wir im Vorfeld ausführlich.
Haben Sie Fragen zur gutartigen Prostatavergrößerung?
Haben Sie Fragen zur gutartigen Prostata-Vergrößerung?
Vereinbaren Sie gerne einen Termin – wir beraten Sie individuell und ohne Zeitdruck.
Terminanfrage
Terminanfrage
Liebe Patienten,
Sie haben auf dieser Seite nun die Möglichkeit, uns eine Terminanfrage zu senden. Unser Praxisteam meldet sich bei Ihnen zurück, um einen passenden Termin abzustimmen. Jeder Arzt hat pro Woche einen reinen Operationstag, an denen keine regulären Sprechstunden stattfinden können. Akute Notfälle versuchen wir täglich zwischen 12 und 13 Uhr nach telefonischer Absprache zu behandeln. Bitte bedenken Sie, dass wir hier nur kurze Zeitfenster pro Patient anbieten können.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch,
Dr. med. Christoph Schmidt-Enghusen,
Dr. med. Nikola Rehmert,
Dr. med. Sascha Wilken,
Felix Miernik
Kontakt
Urologische Praxis Eppendorf
Eppendorfer Landstr. 44
20249 Hamburg-Eppendorf
T (040) 460 34 63
F (040) 48 72 15
E info@uro-eppendorf.de

Anrufen
Anfahrt